„Die Welt ist für Männer gemacht.“ So lautet die zentrale These der britischen Autorin Caroline Criado Perez. Zumindest, wenn es nach der Wissenschaft geht, hat sie recht. Jahrzehntelang galt in der Medizin und Sportwissenschaft der 75-Kilogramm-Mann als Maßstab. Frauen wurden kurzerhand als „kleine Männer“ behandelt, schreibt Perez in ihrem Buch Invisible Women. Das Problem hat einen Namen: Gender-Data-Gap. Gemeint ist die systematische Unterrepräsentation von Frauen in wissenschaftlichen Studien. Denn Erkenntnisse, die überwiegend auf männlichen Probanden basieren, lassen sich nicht einfach auf Frauen übertragen. Das stellt auch das Bundesinstitut für Sportwissenschaft klar. Die Folgen: Trainingskonzepte, medizinische Therapien und Smartphones sind bis…
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