Was passiert, wenn ein Körper nicht in die klassischen Geschlechterkategorien passt, auf denen der moderne Leistungssport aufgebaut ist? Der Fall der südafrikanischen Leichtathletin Caster Semenya hat diese Frage weltweit ins Zentrum der sportpolitischen Debatte gerückt. Jahrelang dominierte sie die Mittelstrecken, gewann Weltmeistertitel sowie Olympiamedaillen – doch gleichzeitig stieß sie auf Kritik, weil ihre genetischen Veranlagungen als möglicher Wettbewerbsvorteil diskutiert wurden. Daraufhin führte der Weltleichtathletikverband (World Athletics) 2018 eine neue Regelung ein, die für Athletinnen mit erhöhtem Testosteronspiegel eine Hormongrenze vorsah. Da Semenya sich keiner Hormontherapie unterziehen wollte, kam ihre Karriere durch die Regelung faktisch zum Erliegen. Ihr Fall zeigt, wie…
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