Umfrage zum Thema Risikosportarten

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„Und setzet ihr nicht das Leben ein,
nie wird euch das Leben gewonnen sein“ (Friedrich Schiller)

Triumpf, Ruhm, Ehre – muss man dafür etwas riskieren? Es liegt in der Natur des Menschen Grenzen auszuloten und persönliche Limits zu entdecken. Aber was soll man riskieren und wieviel Risiko ist zu viel? Manche Sportarten scheinen, was das gesundheitliche Risiko angeht, riskanter zu sein als andere. Aber welche Sportart ist die riskanteste? Die SportSirene-Redakteure Anke Gallistl und Elias Kieser haben Tübinger Sportstudierende gefragt, welche Sportart ihrer Meinung nach die risikoreichste ist und warum.

„Meiner Meinung nach ist das Free-Solo-Klettern eine der riskantesten Sportarten. Dabei wird ohne Sicherungsmittel geklettert, das heißt ohne Seil, Haken und ohne technische Hilfsmittel. Ein falscher Tritt und man fällt in die Tiefe. Natürlich bereiten sich alle Free-Solo-Kletterer oft tagelang auf eine Route vor und können sie komplett auswendig. Sie wissen, wo sie welchen Fuß wie setzen müssen. Doch es gibt genug Faktoren, die unkontrollierbar sind, wie etwa ein plötzlicher Wetterumschwung, der beim Durchsteigen einer 200 Meter hohen Wand fatale Folgen haben kann. Ich selbst klettere, würde es aber nie riskieren, eine Route free solo zu klettern. Es gibt genug Routen im Fränkischen, bei denen kaum Haken und somit Sicherungsmöglichkeiten vorhanden sind, dieses Gefühl ist für mich schon free solo genug.“

Kim Eggstein, Bachelor of Education Sport, 4. Semester

 

„American Football ist meiner Meinung nach die riskanteste Sportart, da sich Spieler häufig verletzen und sie daher oft keine komplette Saison spielen können. Außerdem sind die Auswirkungen auf die Gesundheit allgemein extrem hoch. Vor allem Kopf- und Knieverletzungen sind im Football normal und die Spieler leiden selbst nach Karriereende unter den Folgen.“

Rokuya Lehnert, Sportwissenschaft mit dem Profil Gesundheitsförderung, 4. Semester

 

 

 

„Skispringen. Es kommt zwar nicht so oft zu Unfällen, aber wenn mal eine Kleinigkeit schiefläuft, kann es auch tödlich enden. Vor der Höhe und der Geschwindigkeit habe ich gewaltig Respekt.“

Malcolm Egbaiyelo, Bachelor of Education Sport, 4. Semester

 

 

 

 

„In meinem subjektiven Empfinden ist der alpine Wintersport eine der gefährlichsten Sportarten. Zum einen ist durch die hohe und weiterhin steigende Zahl an Wintersportlern die absolute Anzahl der Sportverletzungen hoch. Zum andern sind Skifahrer und Snowboarder mehreren potentiellen Gefahrenquellen ausgesetzt: alpine Risiken (Hypothermie, Lawinen), zivilisatorische Gefahren (Après-Ski, An-/ Abreiseverkehr), das eigene (Un-)Können und das Verhalten der anderen.“

Fabian Brormann, Bachelor of Education Sport, 4. Semester

 

 

„Downhill Longboarding. Man erreicht teilweise Geschwindigkeiten von über 100 km/h und man fährt auf öffentlichen Straßen, wo es oft zu gefährlichen Begegnungen mit plötzlichem Gegenverkehr kommen kann. Zudem sind die Bremstechniken sehr komplex und benötigen viel Platz. Jede kleine Fehlbewegung kann zum Sturz vom Board führen.“

David Buchmann, Sportwissenschaft mit dem Profil Gesundheitsförderung, 4. Semester

 

 

 

„Für mich ist Basejumping eine der riskantesten Sportarten. Zum einen, weil bei dem Extremsport hohe Geschwindigkeiten erreicht werden. Gerade bei Sprüngen nahe der Felswand reicht schon ein kleiner, nicht erkennbarer Windstoß, um die Flugbahn innerhalb von Sekunden in eine tödliche Richtung zu verändern. Zum anderen ist die Flughöhe meist geringer als bei einem Sprung aus einem Flugzeug. Dadurch ist die zur Verfügung stehende Zeit für das Öffnen des Fallschirms deutlich kürzer. So fehlt meistens auch die Zeit, bei Problemen den Reservefallschirm zu öffnen und der Springer stürzt ungebremst zu Boden.“

Naemi Bross, Bachelor of Education Sport, 4. Semester

 

„Basejumping – da man das nicht unter realen Bedingungen risikofrei trainieren kann. Außerdem überschätzen sich die Springer häufig und suchen lediglich einen Adrenalin-Kick. Eine plötzlich auftretende Windböe reicht schon aus, um den Springer gegen einen Fels zu drücken.“

Inka Renninger, Sportwissenschaft mit dem Profil Gesundheitsförderung, 4. Semester

 

 

„Ich denke, dass Basejumping die riskanteste Sportart ist, wenn ‘riskant‘ auf die Wahrscheinlichkeit tödlich zu verunglücken anspielt. Einen Grund sehe ich darin, dass es keine Sportart gibt, die als adäquates Training beziehungsweise Vorbereitung dienen kann. Das hat zur Folge, dass viele unerfahrene Springer sich in die Tiefe stürzen. Ein zweiter Grund ist der ersehnte Kick –  gerade wegen des Risikos – der das gesunde Urteilsvermögen und die Selbsteinschätzung verschleiert.“

Fabian Feil, Bachelor of Education Sport, 4. Semester

 

 

„Meiner Meinung nach ist Wingsuit-Fliegen die risikoreichste Sportart, die man betreiben kann. Mit diesen enormen Geschwindigkeiten durch Felsspalten oder Ähnliches zu fliegen, finde ich extrem gefährlich und unverantwortlich. Da setzt man sein Leben für ein paar Minuten Adrenalinrausch aufs Spiel. Das wäre es mir auf keinen Fall wert.“

Nils Pauckner, Sportwissenschaft mit dem Profil Sportpublizistik, 6. Semester

 

 

 

„Spontan würde mir Boxen einfallen. Meiner Meinung nach ist das ein sehr risikoreicher Sport. Hier meine ich vor allem das Verletzungsrisiko. Die Gefahr eine Gehirnerschütterung zu bekommen, beispielsweise durch ein K.O. oder starke Kopftreffer ist sehr hoch. Das kann für den Sportler lebenslange Folgen haben.“

Ana Pacic, Bachelor of Education Sport, 4. Semester

 

 

 

„Ich glaube, für mich ist es Wingsuit-Fliegen. Der Adrenalin-Kick macht den Sport zwar attraktiv, einen kleinen Fehler bezahlen die Sportler aber gleich mit ihrem Leben. Sie nehmen also ein großes Risiko in Kauf. Außerdem spielen noch andere Faktoren wie das Wetter eine Rolle. Dieses kann sich schnell ändern und den Sportler in gefährliche Situationen bringen.“

Veronika Bernhard, Bachelor of Education Sport, 4. Semester

 

 

Umfrage von Anke Gallistl und Elias Kieser.

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About Author

Geburtsdatum: 18.08.1999 | Wohnort: Reutlingen | Mailadresse: anke.gallistl@uni-tuebingen.de | Aufgaben in der Redaktion: Rekrutierung und Betreuung der freien Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter | Motivation: Von dem Seminar erhoffe ich mir einen Einblick in das Leben eines Journalisten zu bekommen und an meiner eigenen Schreibtechnik zu arbeiten und sie zu verbessern.

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